Miss Tuning beim 24 Stunden Rennen 2009 am Nürburgring
Über 240.00 Besucher wurden zum 24h Rennen 2009 rund um den Nürburgring erwartet. Meine Vorgängerin, Pamela Izzo (Miss Autoemotionen 2007/2008) und ich als amtierende Miss Tuning Schweiz waren mit dabei. Am späten Donnerstagabend reisten wir in das vom Nürburgring ca. 40 km entfernte Hotel. Alle anderen Hotels in der Region waren ausgebucht.
Motorsport auf der Nordschleife, der „grünen Hölle“ in der Eifel
Am Freitag um 10:00 Uhr begrüßten uns die ersten aufheulenden Motoren auf dem Nürburgring. Motorsport Feeling kam auf. Über das historische Fahrerlager kamen wir in das Herz des Nürburgrings, das Fahrerlager mit den Boxen, den Rennteams und großem Gedränge. Rennfahrzeuge standen wie bei einer Parade nebeneinander. Über hundert Lkw in Reih und Glied, beladen mit Ersatzteilen, Motoren und Reifen. Die Luft, ein Gemisch aus Benzin, qualmenden Reifen und Grillwürste. Ja Grillwürste, egal wohin man ging, der Geruch war immer und überall und auch eine Miss Tuning hat mal Hunger auf was deftiges…
Miss Tuning Sponsor-Termine auf dem Nürburgring
Wir suchten nach unseren Sponsoren wie dem Reifenhersteller Yokohama. Yokohama war mit mehreren Trucks vor Ort, da Yokohama 2009 die Formel 3 mit Reifen beliefert. Und ein Formel 3 Rennen war ebenfalls noch vor dem Start der 24 Stunden vom Nürburgring. Weiterhin wurden von Yokohama für über 50 der ca. 170 Rennteams beliefert. Es gab also viel zu montieren, zu lagern und vor allem Vorort und schnell zu liefern.
Unser Favorit, der Rennfahrer Fredy Barth aus der Schweiz, fuhr beim Team „Gentle Swiss Racing” mit einem Aston Martin mit. In „unserer“ Box Nr. 12 konnten wir miterleben, wie die Mechaniker das Auto auf das Rennen vorbereitet. In jeder Box waren 4 Autos, also etwas mehr als bei der Formel 1. Entsprechend war das Gedränge, es war alles wirklich sehr eng! Es liefen bereits am Freitag verschiedene Rennen in mehreren Kategorien. Dort traf ich wieder einen Bekannte, den schweizer Rennfahrer Remo Friberg, der für das Team von Liqui Moly und Team Engstler fuhr. Doch die echten Fans des 24 Std. Rennen sind draußen an der längsten Rennstrecke der Welt. In den Kurven, in den Wäldern, auf den Campingplätzen rund um den Nürburgring.
Sie campieren in den Zelten, in den Wohnwagen, und in umgebauten Bauwagen. Mit Notstromaggregaten versorgen Sie Ihren mitgebrachten Bier- Kühlschränke. Die fast schon professionellen Soundanlagen sind voll aufgedreht, und ein Grillfeuer vor jedem Zelt. Die Jungs bräunten Ihre Bierbäuche in der Sonne, aber es gab auch sehr stattliche Jungs darunter. Als wir durch das Lager liefen, zogen wir Ihre Blicke auf uns. Pressluftfanfaren heulten, lautes Pfeifen, und Gegröle verfolgten uns. Hätten wir nicht unsere Miss Wahl Schärpen an, wären wir wohl nie durchgekommen, sonder hätten ständig Bier trinken müssen und für Fotos mit den Jungs zur Erinnerung posieren müssen. Nicht dass das nicht auch Spaß macht – aber wir hatten ja auch unsere Termine.
Die Kultur sollte ebenfalls nicht zu kurz kommen, und so fuhren wir am frühen Abend kurz zur Besichtigung nach Köln um die Innenstadt etwas unsicher zu machen. ..
24 Stunden Rennen – Rennstart am Samstag
Nach nur 4 Std. Schlaf waren wir wieder auf der Rennstrecke. Aber nun offiziell in Rennkleidung und durch die Schärpen als Miss Tuning / Miss Autoemotionen klar zu erkennen. Jetzt war noch viel mehr los. Im Fahrerlager brauchen wir für ca. 300 Meter ein ganze Stunde. Hunderte von Personen, Fotografen wollten ein Foto von uns. Keine 5 Meter, und wieder lächeln in die Kamera. Es ging nur langsam vorwärts, aber es machte riesen Spaß! Wir durften sogar die Boxengasse ablaufen, während des Rennens der historischen Fahrzeuge. Nur 1-2 Meter entfernt von den Autos, an denen gerade die Mechaniker die Reifen wechseln. Das Getöse der Pressluftschrauber, die Sirene der Boxengasse, wenn ein Fahrzeug einfährt, die Hektik der Mechaniker – Motorsport am Nürburgring ist eben ein einmaliges Erlebnis. Auf Einladung von Yokohama Schweiz, besuchten wir über der Boxengasse die VIP Lounge von Yokohama. In bequemen Ledersessel konnten wir uns erholen. Ein vorzügliches Catering, warme / kalte Getränke und mehrere Monitore welche das Renngeschehen zeigten versüßten in der VIP Lounge den Aufenthalt. Doch das richtige Racing-Leben spielte sich unten ab. Zur Rennaufstellung gingen wir als Grid Girl mit Fredy Barth zur Startaufstellung auf die Rennpiste. Fotografen aus der ganzen Welt waren hier unterwegs! Ein unbeschreibliches Gefühl, ein zittern, Adrenalin, im Körper, Fotos ohne Ende. Über 170 Autos auf Startposition, mit Besuchern, den Rennteams, VIPs. Nach gut einer Stunde musste alle von der Rennstrecke. Die vielen Fans verließen den geheiligten Start/Ziel Boden damit das Rennen beginnen kann. Das Safety Car fährt beim 24 Stunden Rennen voraus, und es findet ein „Fliegender Start“ statt. Der Start geht glimpflich ab, obwohl es in der ersten Kurve dramatische Szenen gibt. Zwischen 8 und 9 Minuten braucht ein Fahrer, um den Ring zu umrunden. Wir aber brauchten um in das 8 km entfernte Adenau zu fahren in etwa 1 Std. . Die Besonderheit in Adenau ist, dass die Rennstrecke auf einer Brücke genau über / durch das Dorf geht. Kaum angekommen „knallt“ es genau auf dieser Brücke. Eines der Rennfahrzeuge ist ins Schleudern geraten und prallt voll auf die Betonwand. Ohne diese Betonwand wäre das Auto vermutlich mitten im Dorf gelandet.
Sofort schwenken die Streckenposten die gelben Flaggen um die anderen Fahrer zu warnen und eilen dem Fahrer zur Hilfe. Das Auto ist Totalschaden, aber der Fahrer blieb unverletzt und konnte auf eigenen Beinen das Auto verlassen.
Die Nacht brach an, und überall sah man die Grillfeuer an der Rennstrecke. Der Duft von Wurst und Fleisch war überall. Erst spät nach Mitternacht kamen wir wieder in unseren Hotel an.
Frühe Rückreise – Miss Tuning Termine in der Schweiz
Am Sonntag konnten wir leider nicht mehr zum 24h Rennen fahren, da ich bereits bei am Nachmittag bei der Sportgarage Widmer meine Verpflichtungen als Miss Tuning Schweiz nachgehen musste. Doch das Rennfieber hat mich gepackt.
Bilder vom 24h Rennen 2009
Die Bilder sind diesmal von Dieter Buchstab, da der Fotograf Rod Meier/Ulm diesmal nicht dabei sein konnte.




